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Aktion Herbergssuche unterwegs

Im Rahmen der Aktion begeben sich Maria und Joseph auf Wohnungssuche in Würzburg

Am 15.12.2011 begaben Maria und Joseph zu verschiedenen Wohnungsgesellschaften auf Wohnungssuche. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen wurden vom Bayrischen Rundfunk aufgenommen. In der Sendung „Mittags in Franken“ in Bayern 1 am 16.12.2011 zwischen 12 und 13 Uhr können Sie näheres darüber erfahren.

Voller Zuversicht starteten Maria und Joseph ihre Wohnungssuche bei der Stadtbau Würzburg GmbH.

Eine sehr freundliche und zuvorkommende Mitarbeiterin nahm das Anliegen der beiden auf. Da Maria und Joseph von Arbeitslosengeld-II-Leistungen leben müssen, fragten sie vor allem nach preisgünstigen Wohnungen innerhalb der Mietobergrenze der Stadt Würzburg für drei Personen (499€ Kaltmiete/Betriebskosten + 112,50€ Heizkosten)
Leider konnte die Mitarbeiterin den beiden keine verfügbare Wohnung innerhalb der Mietobergrenze anbieten.

Gemeinsam suchte sie mit ihnen, ob nicht doch noch irgendwo eine freie Wohnung angeboten werden könnte und tatsächlich konnte sie eine Wohnung finden. Leider war diese aber zu teuer und damit für Maria und Joseph unbezahlbar.
Unverrichteter Dinge verabschiedeten sie sich und begaben sich zur nächsten Wohnungsgesellschaft.
Dies war die St. Bruno-Werk fränkische Wohnungsgenossenschaft in Würzburg e.G.

Dort war der Ton schon nicht mehr ganz so freundlich wie bei der Stadtbau GmbH, aber auch hier führten die beiden ein langes Gespräch mit der Mitarbeiterin.
In einem ausführlichen Fragebogen wurden alle Daten erhoben. Sogar, ob die beiden Haustiere hatten, sollten sie angeben.
Leider konnte auch hier die Mitarbeiterin kein Wohnungsangebot unterbreiten.
Unverrichteter Dinge zogen Maria und Joseph weiter zum nächsten Anbieter.

Jetzt begaben sie sich zur Würzburger Wohnungsgenossenschaft e.G.
Ein Genossenschaftsbeitrag wäre bei Anmeldung um eine Wohnungsbewerbung fällig. Für sie beide, hätten sie 330€ zahlen müssen, um überhaupt in die Liste der Wohnungssuchenden aufgenommen werden. Aber auch dann würde die Wartezeit mindestens ein halbes Jahr betragen. Also wieder nichts. Weiter zum nächsten Wohnungsanbieter.

Mittlerweile ist Maria schon ganz schön pflastermüde. Immerhin ist sie hochschwanger und der kleine Racker schein ein sehr aktives Kind zu sein. Er tritt ganz ordentlich gegen die Bauchdecke.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, vielleicht hat die nächste Wohnungsgesellschaft eine schöne kuschelige 3-Zimmer-Wohnung für die junge Familie im Angebot.

Also weiter. Die nächste Wohnungsgesellschaft bei der Maria und Joseph ihr Glück versuchten, ist die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Franken. Hier ging alles ganz schnell. Die Mitarbeiterin teilte den beiden mit, dass im Moment keine neuen Wohnungsanfragen aufgenommen werden können. Mit einem mitleidigen Blick auf den dicken Bauch von Maria, drückte sie ihnen aber dennoch ein Anmeldeformular in die Hand. Sie müssten aber mindestens mit einer Wartezeit von einem dreiviertel Jahr rechnen.

Maria ist geschafft von der vielen Herumlauferei. Auch Joseph findet, dass sie für heute ihre Vorsprache bei den Wohnungsgesellschaften beenden sollten.
Man könne ja noch die Annoncen in Zeitung und Internet studieren.
Es wäre schön, wenn es bis zur Geburt noch klappen könnte mit der neuen Wohnung. Aber so recht daran glauben, können sie nach den Erfahrungen des Tages nicht mehr.

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Bild:  Siglinde Krauthausen - 50x50 Pixel Siglinde Krauthausen
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